Wachteln im eigenen Garten halten

Wer gerne Wachteleier mag und zu Hause einen Garten hat, der hat sich vielleicht schon mal die Frage gestellt, ob man nicht einige Wachteln halten kann um stets frische Wachteleier zu haben.
Im Folgenden stellen wir vor, welche Arbeiten durchzuführen sind, was als Stall für die Wachteln dienen kann und welche Überlegungen vor der Anschaffung gemacht werden sollen.

Der Wachtelstall
Um Wachteln halten zu können benötigt man natürlich einen Stall, der artgerecht ist und den Wachteln eine passende Unterkunft bildet. Im Sommer können die Wachteln sehr gut im Freigehege gehalten werden. Solche Freigehege sind in der Regel nach oben hin mit einem engmaschigen Zaun bespannt, sodass die Wachteln vor Fressfeinden geschützt sind und auch nicht ausfliegen können. Meist ist auch ein Häuschen enthalten, was den Tieren neben der teilweisen Überdachung Schutz vor Regen und Zugluft bietet. Solche Kleinvolieren können vom geschickten Bastler selber gebaut werden oder im Fachhandel zu Preisen um die 200 Euro erworben werden.
Im Winter muss den Wachteln ein geschlossener Stall zur Verfügung stehen, der sie vor den kalten Temperaturen und Zugluft schützt. Für eine kleine Schar Wachteln sollte der Stall mindestens 4m² groß sein. Auch dieser sollte komplett verschlossen sein und Fressfeinden wie Wiesel, Marder und Fuchs den Zugang verwehren.

Regelmäßige Arbeiten
Natürlich muss man sich auch nach der Anschaffung um seine Wachteln kümmern. Die Wachteln müssen täglich gefüttert und mit frischem Wasser versorgt werden. Mindestens wöchentlich muss der Wachtelstall gereinigt und gelegentlich auch desinfiziert werden. Auch eine Sichtkontrolle ist sehr wichtig, bei der man das Verhalten der Wachteln beobachtet um frühzeitig Krankheiten, Mangelerscheinungen oder andere Probleme erkennen zu können. Natürlich muss man, auch wenn das in der Regel nicht als Arbeit betrachtet wird, täglich die frischen Wachteleier aus dem Stall holen.

Die Kosten im Blick behalten
Natürlich entstehen bei der Wachtelhaltung neben den Einmalkosten für Stall, Voliere und den Wachteln selbst auch laufende Kosten. Es muss regelmäßig Wachtelfutter gekauft werden und wenn eine Wachtel krank wird, ist auch mal eine Rechnung vom Tierarzt zu bezahlen. Allerdings sind die laufenden Kosten bei der Haltung einer kleineren Gruppe von Wachteln überschaubar. Wie bei jedem Haustier sollte man sich vor der Anschaffung auch Gedanken machen, wer die Pflege übernimmt, wenn ein Urlaub ansteht oder man sich aus beruflichen Gründen für eine gewisse Zeit nicht um seine Schützlinge kümmern kann. Wer nette Nachbarn oder Bekannte hat, die gelegentlich mit frischen Wachteleiern beschenkt werden, findet sicher jemanden, der die Urlaubsvertretung übernimmt.


Auch wenn vor der Anschaffung der Wachteln einiges abzuklären ist und Stall und Voliere besorgt oder gebaut werden müssen, ist die Haltung einiger Wachteln ein wunderschönes Hobby, das viel Freude bereitet und oft auch die Nachbarn ansteckt.

Quelle:

http://www.wachteln.net/