Küken nach der Kunstbrut halten - Das Kükenheim

Jeder langjährige Geflügelzüchter wird früher oder später mit dem Thema Kunstbrut in Berührung kommen. Entweder weil Nachwuchs benötigt wird und kein Huhn brüten möchte, oder weil eine recht große Anzahl an Nachkommen gewünscht wird. Auch wenn die ersten Kunstbrutversuche oft nur selten gelingen kann man nach einigen Versuchen meist sehr erfolgreich Küken aus den Eiern ausbrüten.
In der Literatur kann man viel über die Kunstbrut lesen und somit auch Brutfehler erkennen und deren Ursachen ausmachen. Aber auch nachdem die Küken aus den Eiern geschlüpft sind ist die kritische Zeit noch nicht vorüber. Speziell in den ersten Tagen sind die Küken sehr empfindlich und muss man einiges zu beachten.
Im Folgenden werden wir auf die wichtigsten Themen eingehen und Gefahren nennen, die in den ersten Tagen vorhanden sind.

Das Kükenheim für die ersten Tage
Nachdem die Küken aus den Eiern geschlüpft sind müssen diese noch so lange im Brutschrank bleiben bis sie getrocknet sind. Erst wenn sie etwas abgetrocknet sind können die Küken aus dem Brutschrank entnommen und in das Kükenheim gesetzt werden. Schon stellt sich die Frage über die Beschaffenheit des Kükenheims, was als Einstreu verwendet wird und welche Einrichtungsgegenstände darin enthalten sein sollten.

Im Fachhandel sind professionelle Kükenheime erhältlich, allerdings meist zu einem recht hohen Preis. Auch wenn dies für viele ambitionierte Züchter eine lohnende Investition ist gibt es doch auch Möglichkeiten wie man sich selbst aus einfachen Mitteln ein Kükenheim bauen kann.

Als Basis verwendet man hierzu einen großen Karton - wie er bei größeren Elektrogeräten verwendet wird. Diesen Karton stattet man dann mit einer Wärmequelle aus. Entweder verwendet man hierzu eine Wärmeplatte oder eine Infrarotlampe. Den Karton kann man zur Hälfte abdecken, damit die Wärme im Karton bleibt. Nun sollte man die Abdeckung und die Höhe der Wärmequelle so einstellen, dass sich eine Temperatur von ungefähr 35 Grad einstellt. Es ist aber auch darauf zu achten, dass auch kühlere Stellen vorhanden sind, in die sich die Küken zurückziehen können wenn es ihnen zu warm wird. In diesen kühleren Bereichen finden später auch die Kükentränke und das Kükenfutter ihren Platz.

Aber auch eine geeignete Einstreu muss im Kükenheim vorhanden sind. Von vielen Stellen wird Küchenpapier empfohlen, das ausgelegt wird. Wir sind jedoch davon nicht überzeugt, weil dabei häufig zu beobachten ist, dass der dunkle Kot der Küken auf dem hellen Küchenpapier für die Küken so interessant ist und den Pickreiz auslöst, sodass sie eifrig den Kot der anderen Küken aufpicken. Auch Sand wird auch von einigen Züchtern empfohlen, doch dabei besteht das Problem dass dieser meist recht kalt bleibt und die Küken von der Wärmequelle meist von oben gewärmt werden, aber auf dem kalten Sand liegen. Aus diesem Grund möchten wir die Verwendung von Sand als Einstreu für die Küken nicht empfehlen. Empfehlenswert sind hingegen grobe Holzspäne als Einstreu für die Küken. Die Holzspäne sorgen dafür dass der Kot schnell eingegraben und damit beseitigt ist. Zudem bietet er den Küken einen warmen und weichen Untergrund.

Ein so ausgestattetes Kükenheim ist zu relativ geringen Kosten selbst herzustellen und bietet den Küken ein ideales Zuhause für die ersten Tage. Weiterführende Informationen zur Aufzucht der Küken findet man auf dieser Seite. Abschließend sei noch angemerkt, dass ein Kükenheim täglich gesäubert werden sollte. Nur so finden die Küken in den ersten Tagen ideale Bedingungen vor, um gesund heranwachsen zu können. Genau diese ersten Tage sind es nämlich die darüber entscheiden, ob daraus starke und robuste Hühner werden.