Bruteier richtig auswählen und behandeln

In der professionellen Geflügelzucht hat die Naturbrut fast keine Bedeutung mehr. Die Kunstbrut schafft durch sehr große Brutschränke die Möglichkeit massenhaft Küken zum gewünschten Zeitpunkt auszubrüten. Aber auch bei Hobbyzüchtern ist die künstliche Brut meist bevorzugt, da man dann schon im zeitigen Frühjahr Küken hat und diese dann zu den Ausstellungsterminen bereits ausgewachsen sind.

Die Naturbrut verliert daher immer mehr an Bedeutung - auch weile viele Rassen nicht mehr brüten - und wird meist nur noch selten genutzt. Ob man dieser Entwicklung nun positiv oder mit Skepsis gegenüber steht, ob Kunstbrut oder Naturbrut, der Erfolg hängt direkt mit der optimalen Auswahl der Bruteier zusammen. Im Folgenden geben wir einen Überblick, was bei der Auswahl der Bruteier zu beachten ist und welche Fehler vermieden werden sollen.

Die Vorauswahl - Bruteimindestgewicht
Sicher kann man sich leicht vorstellen, dass aus besonders kleinen Eiern auch eher kleine Küken schlüpfen werden. Solche Küken können die fehlende Größe ihr ganzes Leben meist nicht aufholen und bleiben dann immer etwas kleiner als die Artgenossen. Die gelegten Eier sind kleiner und die Tiere sind nicht selten etwas empfindlicher. Auch aus diesem Grund gibt es bei jeder Geflügelrasse ein Bruteimindestgewicht, mit anderen Worten: Ein Gewicht das jedes Brutei mindestens aufweisen sollte. Daher müssen Eier, deren Gewicht unter dem Bruteimindestgewicht liegt aussortiert werden und eignen sich nicht als Bruteier. Aber auch Eier, deren Gewicht deutlich über dem Bruteimindestgewicht liegt sind für die Brut ungeeignet. Optimal sind Eier, die wenige Gramm über dem Bruteimindestgewicht liegen.

Die zweite Auswahl
Aber nicht nur das Bruteimindestgewicht sollte bei der Auswahl Beachtung finden. Auch Eier die eine zu runde oder zu spitze Eiform haben sind für die Brut ungeeignet. Weiters sollen alle Eier aussortiert werden, die Beschädigungen wie Risse oder Dellen aufweisen. Sehr gut kann man selbst feinste Risse mit einer Schierlampe erkennen. Zur Brut dürfen nur saubere Eier verwendet werden. Jedoch dürfen die Eier nicht gewaschen werden, da sonst die Schutzschicht verloren geht und Keime so leichter ins Eiinnere gelangen können. Alle Eier die bis dahin übrig geblieben sind eignen sich als Bruteier und bilden die Basis für eine erfolgreiche Brut und gesunde Küken.

Für Anfänger ist es häufig etwas ernüchternd, dass aus 20 Eiern oft nur 6-8 Stück übrig bleiben, die sich als Bruteier eignen. Doch nur dann ist eine erfolgreiche Brut möglich und die Küken werden zu stattlichen Hennen und Hähnen heranwachsen.

Quelle:

http://www.huehner-haltung.de/bruteier/eier.html